

„Das wichtigste Kriterium einer guten Wohnung ist,
dass man sie sich leisten kann.
Nach dieser Überzeugung richten wir unser Handeln aus.“
– Roy Lilienthal | Geschäftsführer
Liebe Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner,
liebe Leserinnen und Leser,
wie Sie vermutlich wissen, steuert unsere Gesellschaft in Sachen Mietpreisentwicklung und Wohnungsmangel auf ein Desaster zu. Man muss es leider wirklich so drastisch benennen, denn der rasant steigende Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum trifft auf eine Branche, in der sogar bereits genehmigte Bauvorhaben in der Schublade verschwinden. Viele Wohnungsunternehmen müssen Neubauprojekte auf Eis legen, weil die Baukosten explodieren, die Zinsen steigen und Bauvorgaben und Förderkriterien zu einem nicht mehr kalkulierbaren „Bürokratie-Dschungel“ verwachsen sind. Diese Entwicklung macht uns von der GSW große Sorgen. Denn wir wollen die Krise nicht einfach nur aussitzen, sondern unserer historischen Verantwortung weiter gerecht werden. Wohnen ist ein Menschenrecht und sowohl wir als GSW als auch die Entscheider aus Politik, Energieversorgung, Stadtplanung und viele weitere sind verpflichtet, zu diesem Recht zu verhelfen – auch und gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Transformation zur klimaneutralen Gesellschaft.
Wie man diese Transformation im Gebäudesektor am besten und vor allem wirtschaftlich sinnvoll erreicht, darüber gibt es jedoch unterschiedliche Ansichten. In unserem aktuellen Brennpunktthema zeigen wir, wie Theorie und Praxis in dieser Frage deutlich auseinanderklaffen. Immer höhere Anforde-rungen und immer strengere gesetzliche Vorgaben sind nicht unbedingt zielführend, um den CO2-Ausstoß im Gebäudesektor zu reduzieren. Bereits gut gedämmte Gebäude müssen nicht noch weiter wärmegedämmt werden, um das Maximum herauszuholen. Solche gesetzlich verordneten Maßnahmen wirken sich nämlich nach dem Prinzip des abnehmenden Grenznutzens aus: Ein Mehr vom Gleichen ist nicht gleichzusetzen mit einem höheren Nutzen. Im Fall der Wärmedämmung bedeutet es hohe Kosten, ohne dass der CO2-Ausstoß im
gleichen Maße zurückgeht.
Die Politik sollte besser jemanden fragen, der sich damit auskennt. Die Unter-nehmen der Wohnungswirtschaft und damit auch die GSW fordern deshalb mehr Freiheit bei der Entscheidung, wie sie ihren Gebäudebestand dekarbo-nisieren. Unser Vorschlag: Als Kriterium für die Reduzierung des CO2-Ausstoßes sollten die so genannten CO2-Vermeidungskosten berücksichtigt werden: Es gilt, jede Klimaschutzmaßnahme nach ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis
zu beurteilen, so dass jede Investition unterm Strich nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch am sinnvollsten ist. Nur so kann Wohnraum gerade auch für kleine und mittlere Einkommen bezahlbar bleiben.
Dieses Spannungsfeld zwischen finanzieller Machbarkeit und größtmöglichem Nutzen wird ebenfalls an einem unserer aktuellen Neubauprojekte deutlich, das von uns ohne Kellergeschoss, Tiefgarage und eigenen Aufzug geplant wurde. Es ist uns bewusst, dass dieser Verzicht dazu führen kann, dass die Wohnungen in den oberen Geschossen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität kaum nutz-bar sind. Das stimmt. Allerdings werden sie dafür für Menschen nutzbar, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind und die Kosten für den Bau und die War-tung einer Aufzugsanlage nicht tragen können. Bezahlbares Wohnen kann dazu führen, dass auf bestimmte Dinge verzichtet werden muss.
Auf andere Dinge können wir hingegen nicht verzichten. Auch Wärmepumpen Dämmungen oder PV-Anlagen treiben die Baukosten nach oben. Wenn die Klimaschäden durch Starkregen und Hitze zunehmen, wenn Strafzahlungen wegen verpasster Klimaziele fällig werden, wenn fossile Energieträger für unsere Mieterinnen und Mieter schlicht unbezahlbar werden, dann wird klar, dass Klimaschutz unverzichtbar ist. Drängender stellt sich hier die Frage, wie man die Kosten verteilt. Investieren wir in neue Heiztechnologien oder der Versorger in den Ausbau von Fernwärmenetze? Fördert der Staat den Wandel oder zahlt am Ende der Mietende die Zeche, weil er teures Biogas für seine Heizung nutzen muss? Am sinnvollsten wäre es, wenn genau diese Fragen sachlich diskutiert würden und man gemeinsam die kosteneffizienteste Lösung finden würde. Als GSW versuchen wir genau das. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir mit energetischen Modernisierungen und einem effizienten Einsatz von Ressourcen beim Neubau Wohnraum schaffen, den sich auch in zehn oder 20 Jahren vor allem auch Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen leisten können.
Ihr
Roy Lilienthal
Geschäftsführer
Das Unternehmen
GSW Gesellschaft für Siedlungs-
und Wohnungsbau Baden-Württemberg mbH
Wohnungsbau im Dienste am Menschen
Die GSW Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg mbH – Bauträgerunternehmen des VdK (im Folgenden: GSW) ist eine in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Sachsen-Anhalt tätige Wohnungs- und Immobiliengesellschaft mit Sitz in Sigmaringen.
Die GSW hat Außenstellen in Ravensburg, Obere Burachstraße 27, Tübingen, Katharinenstraße 26, VS-Schwenningen, Rietenstraße 61 und Naumburg/Saale, Lindenring 15 und unterhält darüber hinaus einen eigenen Hausmeisterservice an den Standorten Ravensburg, Sigmaringen, Tübingen, VS-Schwenningen sowie in Rottenburg am Neckar.
Auftrag der Gesellschaft ist die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit gutem und bezahlbarem Wohnraum. Zur Erfüllung ihres Auftrags errichtet, ver-mietet und verwaltet die Gesellschaft Immobilien. Im Mittelpunkt ihres Handelns steht dabei eine risikoorientierte Unternehmensführung, die den dauerhaften Unternehmensfortbestand sicherstellen soll.
Die Geschichte der GSW reicht zurück ins Jahr 1949. Aufgrund der katastropha-len Wohnraumsituation nach Ende des Zweiten Weltkriegs gründeten die drei damaligen Kriegsopferverbände, die sich 1955 zum VdK-Landesverband Baden-Württemberg zusammenschlossen, am 25. Juni 1949 die GSW.
Der VdK-Landesverband ist bis heute alleiniger Gesellschafter der GSW. Durch großes Engagement konnten schon 1950 die ersten Wohnungen übergeben werden – fünf Jahre später hatte die Gesellschaft bereits 2.000 Wohnungen fertiggestellt.
Aufgrund permanenter struktureller Veränderungen am Markt erschloss sich die GSW in den Folgejahrzehnten neue Geschäftsfelder: Die Stadtsanierung, der Gewerbe- und Industriebau, die Erschließung von Bauland sowie die Errichtung von Pflegeheimen und Seniorenresidenzen kamen hinzu. Bauen wie Menschen wohnen wollen, heißt hier die Devise der Gesellschaft. Egal ob kinder und familienfreundliches Wohnen, ob preisgünstiger, öffentlich geförderter Wohn-raum oder betreutes Wohnen für die ältere Generation: Für unterschiedliche Menschen und ihre Bedürfnisse bietet die GSW die entsprechenden Lösungen, Produkte und Dienstleistungen.
Aus der ehemaligen „Selbsthilfeeinrichtung“ ist inzwischen eine Immobilien- gesellschaft mit hoher Innovationsbereitschaft geworden, ihren sozialen Auftrag hat die GSW dabei jedoch nie aus dem Blick verloren. Ihrem Motto „Wohnungs-bau im Dienst am Menschen“ ist die GSW bis heute treu geblieben.
KENNZAHLEN
2025
2024
Die GSW ist Mitglied
- beim vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., Stuttgart
- beim GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., Berlin
- beim BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e. V., Berlin
- beim BFW Landesverbandes Freier Immobilien-und Wohnungsunternehmen Baden-Württemberg e. V., Stuttgart
- beim Verband der Immobilienverwalter Baden-Württemberg e. V., Bietigheim-Bissingen
- beim Deutschen Volksheimstättenwerk e. V., Bonn
- bei der Deutschen Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen (DESWOS) e. V., Köln
- beim DigiWoh Kompetenzzentrum Digitalisierung Wohnungswirtschaft e. V., Berlin
- bei der LABEWO – Landesarbeitsgemeinschaft ambulant betreuter Wohngemeinschaften Baden-Württemberg e. V. V. i. S. d. P., Herdwangen-Schönach
- bei der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben, Weingarten
Organe der Gesellschaft

v. l. n. r.: Manfred Brüssel, Thomas Schärer, Sandra Hertha, Hans-Josef Hotz, Ronny Hübsch, Ernst Schilling, Jürgen Neumeister
Aufsichtsrat
Hans-Josef Hotz
VdK-Landesverbandsvorsitzender, Mühlhausen im Kraichgau
Vorsitzender
Thomas Schärer
Gemeindepräsident Märstetten, Märstetten (Schweiz)
Stellvertreter des Vorsitzenden
Sandra Hertha
Stv. VdK-Landesverbandsgeschäftsführerin, Gomaringen
Schriftführerin
Manfred Brüssel
Ehrenvorsitzender VdK Kreisverband Tübingen, Tübingen
Mitglied des Prüfungsausschusses
Ronny Hübsch
VdK-Landesverbandsgeschäftsführer, Obersulm
Vorsitzender des Prüfungsausschusses
Mitglied des Bauausschusses
Ernst Schilling
VdK-Bezirksverbandsvorsitzender, Herbolzheim
Mitglied des Bau- und Prüfungsausschusses
Ernst Schilling
VdK-Bezirksverbandsvorsitzender, Herbolzheim
Mitglied des Bau- und Prüfungsausschusses
Geschäftsführer
Roy Lilienthal
Herdwangen-Schönach
Gesellschafter
Sozialverband VdK Baden-Württemberg e. V.
Sitz Stuttgart
Johannesstraße 22, 70176 Stuttgart
Sitz und Anschrift
GSW Gesellschaft für Siedlungs-
und Wohnungsbau Baden-Württemberg mbH,
– Bauträgerunternehmen des VdK –
Sitz Sigmaringen
Leopoldplatz 1, 72488 Sigmaringen
Telefon (07571) 724-0, Telefax (07571) 724-164
info@gsw-sigmaringen.de, www.gsw-sigmaringen.de
Gründung
25.06.1949
Eintragung in das Handelsregister (HRB 710002)
02.08.1949
Anerkennung als gemeinnütziges Wohnungsunternehmen
20.08.1949
Eintragung der Umfirmierung in das Handelsregister
(HRB 710002) nach Wegfall des
Wohnungsgemeinnützigkeitsrechts
07.02.1990
Zulassung als Betreuungsunternehmen
03.07.1996
Zulassung als Wohnimmobilienverwalter
08.04.2019



