Ausbildung bei der GSW

Junge Menschen auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten, ihnen Verantwortung zuzutrauen und sie für einen anspruchsvollen Beruf zu begeistern – das ist für die GSW nicht nur eine Investition in die eigene Zukunft, sondern auch ein Ausdruck gelebter gesellschaftlicher Verantwortung. Denn die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft braucht gut ausgebildete Fachkräfte, die fachliches Können, soziale Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein miteinander verbinden. 

Warum die Ausbildung von Immobilienkaufleuten bei der GSW einen besonderen Stellenwert hat, welche Erwartungen an Bewerberinnen und Bewerber gestellt werden und welche persönlichen Erfahrungen mit der Ausbildung verbunden sind, darüber sprechen Markus Weikum, Oliver Rieber und Stephanie Lilienthal-Leberer im Interview.

Warum bildet die GSW
selbst aus?

Markus Weikum: „Für die GSW ist Ausbildung heute wichtiger denn je. Als Wohnungs- und Immobilienunternehmen stellen wir fest, dass es zunehmend schwieriger wird, am Arbeitsmarkt fachlich geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, welche die vielfältigen Anforderungen unserer Branche bereits mitbringen. Die Aufgaben in der Wohnungswirtschaft sind in den vergangenen Jahren deutlich komplexer geworden: rechtliche Vorgaben, technische Anforderungen, Digitalisierung, energetische Themen und soziale Fragestellungen nehmen kontinuierlich zu.

Gleichzeitig stehen für die Bewirtschaftung unserer Wohnungsbestände heute weniger personelle Ressourcen zur Verfügung als früher. Deshalb sehen wir eine große Aufgabe darin, Fachkräfte nicht nur am Markt zu suchen, sondern sie selbst auszubilden und gezielt zu entwickeln. Wir können jungen Menschen früh vermitteln, wie vielfältig und gesellschaftlich relevant die Arbeit in der Wohnungswirtschaft ist. Gleichzeitig geben wir ihnen die Möglichkeit, fachlich und persönlich in die Aufgaben hineinzuwachsen und unsere Unternehmenskultur als Wohnungsunternehmen des Sozialverband VdK von Anfang an kennenzulernen.

Für uns ist Ausbildung daher sowohl eine unternehmerische Notwendigkeit als auch ein Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung. Wir schaffen berufliche Perspektiven für junge Menschen und gewinnen zugleich die Fachkräfte, die wir benötigen, um unsere Aufgaben auch in Zukunft zuverlässig, kompetent und im Sinne unserer Mieterinnen und Mieter erfüllen zu können.“

Ist es heute schwieriger geworden,
geeignete Auszubildende zu finden?

Stephanie Lilienthal-Leberer: „Da der hohe Ausbildungsstandard für Immobilienkauf-leute bei der GSW inzwischen bekannt ist und wir unsere Präsenz auf dem regionalen Ausbildungsmarkt in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut haben, erhalten wir erfreulicherweise zunehmend mehr Bewerbungen. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die reine Anzahl der Bewerbungen allein noch nichts darüber aussagt, ob die passende Bewerberin oder der passende Bewerber dabei ist. Entscheidend ist für uns nicht nur, dass jemand einen Ausbildungsplatz sucht, sondern, wie Markus bereits gesagt hat, dass er oder sie wirklich zu diesem Beruf, zu unserem Unternehmen und zu den Aufgaben in der Wohnungsund Immobilienwirtschaft passt.


Gerade die Ausbildung zur Immobilienkauffrau oder zum Immobilienkaufmann verlangt eine gute Mischung aus fachlichem Interesse, Lernbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen verstehen, dass es in diesem Beruf nicht nur um Immobilien geht, sondern immer auch um Menschen. Deshalb schauen wir im Auswahlverfahren nicht nur darauf, ob die schulischen Grundlagen stimmen und ob echtes Interesse am Beruf vorhanden ist, sondern ob auch die persönliche Haltung zu den Anforderungen der Ausbildung passt.


Insofern ist es heute tatsächlich schwieriger als noch vor einigen Jahren, die richtige Person für einen Ausbildungsplatz zu finden – nicht unbedingt, weil es zu wenige Bewerbungen gibt, sondern weil die Anforderungen an die Auszubildenden und späteren Immobilienkaufleute gestiegen sind.“

Was ist Ihr persönlicher Antrieb,
junge Menschen bei der GSW
auszubilden?

Oliver Rieber: „Es ist mir wichtig, dass junge Leute eine fachlich fundierte, aber auch spannende und abwechslungsreiche Ausbildung erhalten, welche die Grundlage für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben ist. Als Familienvater ist mir die Erziehung, Weiterentwicklung und Förderung junger Menschen eine Herzensangelegenheit. Und als Prüfer bei der IHK kann ich mein Fachwissen zudem noch ehrenamtlich zur Abnahme der mündlichen Abschlussprüfung für die Immobilienkaufleute einsetzen.“

Stefanie Lilienthal-Leberer: „Mein persönlicher Antrieb ist es, junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten und mitzuerleben, wie sie an ihren Aufgaben wachsen – fachlich wie persönlich. Es bereitet mir große Freude, mein Wissen aus der Praxis und meine Erfahrungen weiterzugeben und zu sehen, wie aus anfänglicher Unsicherheit zunehmend Selbstvertrauen entsteht. Besonders wichtig ist mir, dass unsere Auszubildenden früh Verantwortung übernehmen, selbstständig arbeiten und eigene Erfahrungen sammeln. Denn genau dadurch entwickeln sie sich weiter.“

Welche Voraussetzungen muss eine Bewerberin
beziehungsweise ein Bewerber mitbringen?

Markus Weikum: „Wer sich bei uns für eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau oder zum Immobilienkaufmann bewirbt, sollte zunächst ein echtes Interesse an den Themen Bauen, Wohnen und Immobilien mitbringen. Die Ausbildung bei uns ist sehr vielseitig, aber auch anspruchsvoll. Deshalb ist es wichtig, dass Bewerberinnen und Bewerber nicht nur gerne mit Menschen umgehen, sondern auch bereit sind, sich intensiv mit wirtschaft-lichen, rechtlichen, technischen und sozialen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Auch die schulischen Voraussetzungen spielen eine Rolle. Idealerweise bringen Bewerberinnen und Bewerber ein ordentliches Abitur mit, aber auch mit einer Mittleren Reife ist eine Ausbildung bei uns möglich. Wichtig ist auf jeden Fall die sprachliche Ausdrucksfähigkeit, weil im Berufsalltag sehr viel schriftlich und mündlich kommuniziert wird – mit Mieterinnen und Mietern, Eigentümern, Behörden, Handwerkern und vielen weiteren Beteiligten. Außerdem ist die Ausbildung gerade auch in der Berufsschule fachlich anspruchsvoll, sodass eine solide schulische Grundlage sehr hilfreich ist.

Ganz entscheidend ist für mich jedoch die persönliche Haltung. Wer bei uns ausgebildet werden möchte, sollte bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und sich bewusst sein, dass Immobilienwirtschaft nicht nur aus Zahlen, Verträgen und Gebäuden besteht. Gerade in einem Wohnungsunternehmen arbeiten wir mit Menschen und für Menschen. Entscheidungen und Tätigkeiten haben oft eine soziale Dimension, insbesondere im Umgang mit Mieterinnen und Mietern.

Ich sage immer: Ich möchte in den Augen der Bewerberinnen und Bewerbern Feuer für diesen Beruf sehen. Sie sollten darauf brennen, Immobilienkauffrau oder Immobilien-kaufmann zu werden. Wenn ein junger Mensch echtes Interesse, Neugier und Lern-bereitschaft mitbringt, dann sind das schon einmal sehr gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung bei der GSW.“

Welche Voraussetzungen muss eine Bewerberin
beziehungsweise ein Bewerber mitbringen?

Oliver Rieber: „Dies ist in erster Linie unseren Auszubildenden selbst zu verdanken. Mit ihrem Engagement, Fleiß, Zielstrebigkeit und Wissensdurst bringen sie die entscheiden-den Grundvoraussetzungen mit. Die Ausbildung bei der GSW eröffnet ihnen Einblicke in alle relevanten Ausbildungsbereiche über unsere unterschiedlichen Geschäftsbereiche hinweg: die Vermietung unserer Mietwohnungen im Bestandsmanagement, das Ver-waltergeschäft in der Eigentumsverwaltung, das buchhalterische Arbeiten in unserem Rechnungswesen, die Entwicklung und Erstellung von Wohnraum im Baumanagement sowie den Verkauf von Immobilien im Vertriebs- und Maklerbereich.

In allen Bereichen begleiten die Auszubildenden Kundengespräche, Baustellentermine, Wohnungsbesichtigungen, Notartermine, WEGVersammlungen und viele weitere Termine. Bereits nach kurzer Zeit erhalten sie zudem die Möglichkeit, bestimmte Aufgaben wie zum Beispiel Wohnungsabnahmen selbst zu organisieren und durchzuführen. Dies macht unseren Auszubildenden großen Spaß und die Ausbildung interessant und abwechslungsreich.“

Auf welche Aspekte legen Sie, als
Ausbildungsbeauftragte, besonderen Wert
bei der Ausbildung junger Menschen?

Stefanie Lilienthal-Leberer: „Mir ist es ein Anliegen, dass unsere Auszubildenden möglichst viele Termine begleiten und von Anfang an wichtige Aufgaben übernehmen, zum Beispiel in der Vor- und Nachbereitung. Bei den Terminen handelt es sich um Kundengespräche im Vertrieb von Neubauwohnungen, Akquise- und Verkaufsgespräche
im Maklerbereich, WEG-Versammlungen und vieles mehr. Unsere Auszubildenden dürfen gegen Ende der Ausbildung Termine selbstständig organisieren und durchführen.
Außerdem ist es mir ein wichtiges Anliegen, die Werte, für welche die GSW steht, an unsere Auszubildenden weiterzugeben. Hierzu zählen für mich insbesondere Menschlichkeit und soziale Verantwortung.“

Hatten Sie ein besonderes Erlebnis
in Zusammenhang mit der Ausbildung,
dass Sie mit uns teilen wollen?

Oliver Rieber: „Es ist jedes Mal aufs Neue ein wunderbares Erlebnis, wenn ein Azubi freudestrahlend nach Abschluss aller Prüfungen zurück ins Büro kommt und voller Stolz die bestandene Prüfung verkündet. Auch kleinere Erfolgserlebnisse werden regelmäßig „gefeiert“, wenn zum Beispiel eine selbstständig durchgeführte Wohnungsbesichtigung erfolgreich war und ein neues Mietverhältnis zustande kommt oder eine WEG-Versammlung eigenständig erfolgreich abgehalten wurde.“

Stefanie Lilienthal-Leberer: „Eine Auszubildende hat bereits im zweiten Lehrjahr eigenständig eine Immobilie im Maklerbereich verkauft und dabei den gesamten Prozess – vom Erstkontakt bis zum Notartermin – begleitet. Zu sehen, wie sie diese Verantwortung übernommen und den Verkauf erfolgreich abgeschlossen hat, war für sie ein tolles Erfolgserlebnis.“

Markus Weikum: „Eines der beruflich bewegendsten Erlebnisse war für mich, unseren ehemaligen Auszubildenden Marco Eisemann vor drei Jahren nach Berlin begleiten zu dürfen und zu erleben, wie er in einer sehr eindrucksvollen Feierstunde als Deutschlands bester Immobilienkaufmann ausgezeichnet wurde. Das war ein Moment, der mich persönlich sehr berührt und auch stolz gemacht hat. Für mich war dieser Tag deshalb auch eine Bestätigung dafür, wie wichtig es ist, junge Menschen zu fördern, ihnen etwas zuzutrauen und sie auf ihrem Weg verlässlich zu begleiten.“

Vielen Dank für das Gespräch!

Markus arbeitet seit 22 Jahren bei der GSW und ist als Prokurist in der Geschäftsleitung für geschäftsübergreifende Bereiche verantwortlich, zu denen auch die Ausbildung gehört. In den vergangenen 17 Jahren hat Markus 20 junge Menschen bei ihrer Ausbildung bei der GSW begleitet. Markus ist nebenberuflich Bürgermeister seiner Klemmbaustein-Stadt und aktuell bemüht, ein neues Areal mit Unterhaltungs-einrichtungen für die Bewohner zu entwickeln.

Steffi ist seit 16 Jahren bei der GSW tätig. Im Vertrieb ist sie wie Oliver für den Verkauf der von der GSW erstellten Eigentumsimmobilien zuständig und vermittelt im Rahmen ihrer Makler-tätigkeit zudem Fremdimmobilien. Darüber hinaus bildet sie unsere Auszubildenden im Maklergeschäft aus und gibt ihnen Einblick in die Entwicklung neuer Bauvorhaben. Die Ausbildung junger Menschen ist für Steffi eine Herzensangelegenheit, weshalb sie sich seit 2025 zusätzlich ehrenamtlich als Prüferin bei der IHK engagiert. Steffi erkundet in ihrer Freizeit gerne die heimische Natur bei ausgedehnten Spaziergängen und entspannt sich anschließend bei einem spannenden Thriller.

Seit 18 Jahren ist Oliver für die GSW tätig. Im Vertrieb verkauft er von der GSW erstellte Eigentumsimmobilien und vermittelt im Rahmen seiner Maklertätigkeit auch Fremdimmobilien. Zudem bildet Oliver unsere Auszubildenden in den Bereichen Eigentumsverwaltung und Maklergeschäft aus und bereitet sie im letzten Ausbildungsabschnitt akribisch auf ihre Abschlussprüfung vor. Darüber hinaus engagiert er sich seit vielen Jahren ehrenamtlich als Prüfer für die IHK. Aktuell saniert er in
seiner Freizeit sein neues Eigenheim und schafft für seine Familie eine Wohlfühloase.